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Qualitätssicherung

Eine vergleichbare Qualitätssicherung auf dem Gebiet der medizinischen Verfahren ist bisher einmalig nur im Mammographie-Screening-Programm realisiert.

Die Qualitätssicherung erstreckt sich auf alle Abschnitte des Programmes, eine Sicherung der Ausbildungs-, Prozess- und Ergebnisqualität ist damit umgesetzt und wird in jährlichen Evaluationsberichten der Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KOOP-G) veröffentlicht.

Über die umfassenden gesetzlichen Vorgaben für Arztpraxen und Kliniken, die behördlichen Prüfungen (z.B. durch Gewerbeaufsichtsamt und Gesundheitsamt) sowie speziell die Maßgaben der Röntgenverordnung hinaus gelten im Mammographie-Screening-Programm folgende Auflagen:

  • Arbeitstägliche Überprüfung der Mammografiegeräte durch Abgleich der Konstanzmessungen mit dem Referenzzentrum
  • Jährliche Geräteprüfung durch Physiker der Referenzzentren
  • Kontinuierliche Überprüfung der Geräteausstattung einschließlich der Biopsieeinheiten durch das Referenzzentrum
  • Ausbildung, kontinuierliche Fortbildung und fachliche Qualifikation des gesamten am Programm beteiligten ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals
  • Eingangsqualifikation und Zweijährliche Refresherkurse zur Aufrechterhaltung der Bilderstellungsqualität
  • Halbjährliche Qualitätskontrollen von 25 erstellten Screeningmammografien jeder Radiologischen Fachkraft durch den Programmverantwortlichen Arzt und das Referenzzentrum
  • Eingangsprüfung und Supervision (Überwachung) von mindestens 3000 Screening-Mammografien jedes im Programm befundenden Arztes durch den Programmverantwortlichen Arzt
  • Kontinuierliche Überwachung der Treffsicherheit, die richtige Diagnose zu stellen, durch jährliche computergesteuerte Fallsammlungsprüfungen
  • Intensives Training der Befunder und Programmverantwortlichen Ärzte im Zwei-Jahres-Turnus an Referenzzentren
  • Jährliche Untersuchungsanzahl eines Befund-Arztes von mindestens 5000 Screening-Mammografien
  1. durch unabhängige Doppelbefundung aller Screening-Mammografien
  2. jeder Befund-Diskrepanz erfolgt eine Konsensuskonferenz durch mindestens drei zertifizierte Ärzte unter Leitung des Programmverantwortlichen Arztes
  3. durch regelmäßige Besprechungen auffälliger Befunde einschließlich Intervallkarzinome in Konsensus- und multidisziplinären Konferenzen zusammen mit beteiligten Klinikärzten (Pathologe, Radiologe, Operateur)
  • Biopsien werden ausschließlich durch den Programmverantwortlichen Arzt und Delegierte Ärzte durchgeführt, die für Abklärungsuntersuchungen durch Spezielles Training und Kurse, sowie angeleitete Tätigkeit im Referenzzentrum zertifiziert wurden
  • Qualitätssicherung der Ausstattung und Forderung von Mindestzahlen an Brustkrebs-Diagnosen
  • Spezielles Training und Zertifizierung
  • Zu Beginn Systematische Doppelbefundung
  • Sicherung der interkollegialen und interdisziplinären Zusammenarbeit durch Teilnahme des zertifizierten Pathologen an den prä- und postoperativen Tumorkonferenzen des MSZ (Mammographie-Screening-Zentrums) unter Leitung des Programmverantwortlichen Arztes
  • Qualitätssicherung durch Forderung von Mindestzahlen an Brustkrebs-Operationen und vorzugsweise Behandlung in Brustzentren, die durch regelmäßige Zertifizierung ihrerseits eine kontrollierte Qualität der Therapien gewährleisten
  • Erfassung aller Einzelschritte und Befunde in der „Screeningkette“ von der Bilderstellung bis zum postoperativen Ergebnis in einer zertifizierten Datenbank, die deutschlandweit statistische Auswertungen und Vergleichsdaten (Benchmarking) zur Evaluation (Bewertung) erlaubt
  • Es werden datenschutzkonform Qualitätsindikatoren entsprechend den EU-Leitlinien erfasst und errechnet: z.B. Teilnehmerrate, Rate veranlasster Abklärungen, Entdeckungsrate an Brustkrebs, Stadienverteilung des gefundenen Brustkrebses, Intervallkarzinomrate etc. Die Daten werden in jährlichen Evaluationsberichten der Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KOOP-G) veröffentlicht.


Zum Evaluationsbericht

  • Die Letztverantwortung jeder Screening-Region konzentriert sich beim jeweiligen Programmverantwortlichen Arzt.
  • Interne Qualitätssicherung: Wöchentliche Ergebnisbesprechungen in den Mammografiezentren in multidisziplinären Konferenzen zum Abgleich mit der präoperativen Diagnose und dem Verlauf der Therapie (z.B. Operation und Neoadjuvante Chemotherapie)
  • Externe Qualitätssicherung: Ebene Bundesland Bayern
  • Die Referenzzentren überwachen vierteljährlich (Quartalsberichte der Datenbank) die Arbeit der Programmverantwortlichen Ärzte, deren Aufgabe speziell die Abklärung diskreter, nicht tastbarer Veränderungen ist und erörtern jährlich in einem kollegialen Gespräch die Datenlage
  • Externe Qualitätssicherung: Ebene Deutschland
  • Zertifizierung und Rezertifizierung der gesamten Screeningeinheit im Turnus von 30 Monaten durch die Kooperationsgemeinschaft Mammografie, die Kassenärztliche Vereinigung und das Referenzzentrum
  • Externe Qualitätssicherung: Ebene Europa
  • Zertifizierung und Rezertifizierung der Referenzzentren Deutschlands durch europäische Experten (European Reference Organisation for Quality Assured Breast Screening and Diagnostic Services, EUREF)

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